Weit hinter den Schützengräben
Heimatfront, Frauenarbeit und soziale Fürsorge im Ersten Weltkrieg
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Zusatztext
"Weit hinter den Schützengräben" richtet den Blick nicht auf das unmittelbare Kampfgeschehen des Ersten Weltkriegs, sondern auf jene moralischen, sozialen und politischen Räume, in denen der Krieg in der Heimat fortwirkte. Gertrud Bäumer verbindet beobachtende Prosa, essayistische Reflexion und zeitdiagnostische Schärfe zu einem Text, der den Alltag jenseits der Front als Prüfung nationaler Solidarität und menschlicher Verantwortung deutet. Im literarischen Kontext der Kriegsschriften steht das Buch zwischen patriotischer Pflichterzählung und sozialethischer Analyse. Bäumer, eine der prägenden Gestalten der bürgerlichen Frauenbewegung, Pädagogin, Publizistin und spätere Politikerin, schrieb aus einer Erfahrung heraus, die öffentliche Verantwortung und weibliche Bildungsarbeit eng miteinander verband. Ihr Engagement für soziale Reform, staatsbürgerliche Mitwirkung von Frauen und nationale Erziehung erklärt die Perspektive des Buches: Krieg erscheint nicht nur als militärisches Ereignis, sondern als Bewährungsfeld gesellschaftlicher Ordnung, Fürsorge und Gewissensbildung. Empfohlen sei dieses Buch Leserinnen und Lesern, die historische Kriegsliteratur nicht allein als Frontbericht verstehen möchten. Es eröffnet einen aufschlussreichen Zugang zur deutschen Heimatfront, zur Rolle von Frauen im Krieg und zu den geistigen Spannungen einer Epoche, in der Idealismus, Pflichtdenken und humanitäre Sorge miteinander rangen.
Weitere Details
Erschienen: 23.11.2025
Umfang: 148 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.8 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788028510770
Umbreit-Nr.: 8564202
