Julie Recamier
Pariser Salonkultur zwischen Revolution, Empire und Restauration - ein Gesellschaftsporträt der napoleonischen Ära
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Zusatztext
Ludwig Bruniers "Julie Recamier" entfaltet das Leben der berühmten Pariser Salonnière als kulturhistorisches Panorama zwischen Revolution, Konsulat, Empire und Restauration. Im Mittelpunkt steht weniger eine bloße Aneinanderreihung biographischer Episoden als die Analyse eines gesellschaftlichen Phänomens: der Macht des Gesprächs, der Anmut und der geistigen Vermittlung. Brunier verbindet erzählerische Eleganz mit dokumentarischem Interesse und stellt Récamiers Beziehungen zu Madame de Staël, Chateaubriand, Ballanche und anderen prägenden Gestalten in den größeren Kontext europäischer Geistesgeschichte. Der Autor nähert sich seinem Gegenstand aus der Perspektive eines gebildeten deutschen Literaten des 19. Jahrhunderts, dem Frankreichs politische und ästhetische Umbrüche als Schlüssel zur Moderne gelten. Sein Interesse an weiblicher Bildung, salonkultureller Öffentlichkeit und moralischer Charakterzeichnung erklärt die Wahl Récamiers als exemplarischer Figur: Sie erscheint bei ihm nicht nur als Schönheit ihrer Epoche, sondern als Knotenpunkt literarischer, politischer und religiöser Strömungen. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die Biographie als Form historischer Erkenntnis schätzen. Es bietet ein fein konturiertes Porträt einer außergewöhnlichen Frau und zugleich einen Zugang zur europäischen Salonkultur, deren Einfluss weit über private Geselligkeit hinausreichte.
Weitere Details
Erschienen: 12.08.2025
Umfang: 144 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.8 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788028399559
Umbreit-Nr.: 7330471
