Neue Amazonia
Eine feministische Zeitreise-Utopie über Frauenwahlrecht, Matriarchat und Sozialreform im 19. Jahrhundert
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Zusatztext
Elizabeth Burgoyne Corbetts "Neue Amazonia" ist eine frühe feministische Utopie, die in der Form einer Zukunftsreise die politischen, sozialen und biologischen Voraussetzungen einer gerechteren Ordnung erprobt. Die Erzählerin gelangt aus der Enge des viktorianischen England in ein künftiges Gemeinwesen, in dem Frauen öffentliche Macht, Bildung und wirtschaftliche Autonomie besitzen. Satire, Reisebericht und spekulative Sozialtheorie verbinden sich zu einem Text, der Fragen nach Geschlecht, Körper, Arbeit, Ehe und Staatsorganisation mit bemerkenswerter Direktheit verhandelt. Im literarischen Kontext steht das Buch neben den Zukunftsentwürfen des späten 19. Jahrhunderts, antwortet jedoch besonders scharf auf antifeministische Ängste und die Debatten um Frauenwahlrecht und "New Woman". Corbett war eine britische Journalistin und Schriftstellerin, die in einer Epoche schrieb, in der weibliche Autorschaft, Erwerbsarbeit und politische Teilhabe heftig umstritten waren. Ihre Nähe zur Presse, ihr Blick für öffentliche Kontroversen und ihre Erfahrung mit geschlechtsspezifischen Beschränkungen prägen den Roman sichtbar. "Neue Amazonia" erscheint daher weniger als Fluchtfantasie denn als intellektuelle Intervention in zeitgenössische Reformdiskurse. Empfohlen sei dieses Buch Leserinnen und Lesern, die die Ursprünge feministischer Science-Fiction, viktorianische Utopieliteratur und politische Imagination ernsthaft erkunden möchten. Es ist historisch aufschlussreich, literarisch kühn und bis heute provokativ.
Weitere Details
Erschienen: 23.06.2025
Umfang: 88 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.5 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788028392390
Umbreit-Nr.: 7095506
