Das höfliche Gespenst
Eine satirische Geistererzählung zwischen Spätaufklärung, Empfindsamkeit und früher Romantik
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Zusatztext
"Das höfliche Gespenst" verbindet die populäre Gespenstererzählung des späten 18. Jahrhunderts mit einer feinen, beinahe satirischen Beobachtung gesellschaftlicher Umgangsformen. Das Unheimliche erscheint hier nicht bloß als Schauerreiz, sondern als Prüfstein von Vernunft, Empfindsamkeit und sozialer Selbstbeherrschung. In knapper, pointierter Prosa nutzt Albrecht die Konventionen der Schauerliteratur, um Fragen nach Schein, Glauben, Angst und Anstand literarisch auszuleuchten. Sophie Albrecht, Schauspielerin, Dichterin und Prosaschriftstellerin, gehört zu den bemerkenswerten Autorinnen der deutschsprachigen Literatur um 1800. Ihre Erfahrungen auf der Bühne, ihre Nähe zu zeitgenössischen Theater- und Literaturkreisen sowie ihre Auseinandersetzung mit empfindsamen und frühromantischen Ausdrucksformen prägten ihr Schreiben. Als Frau in einem männlich dominierten Literaturbetrieb entwickelte sie eine Stimme, die Unterhaltung, psychologische Beobachtung und gesellschaftliche Reflexion wirkungsvoll verbindet. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die kurze klassische Prosa mit kulturhistorischem Tiefgang schätzen. Wer sich für frühe deutschsprachige Schauerliteratur, weibliche Autorschaft und die feinen Übergänge zwischen Aufklärung, Empfindsamkeit und Romantik interessiert, findet in "Das höfliche Gespenst" ein kleines, klug komponiertes Kabinettstück.
Weitere Details
Erschienen: 24.06.2025
Umfang: 32 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.2 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788028390945
Umbreit-Nr.: 7117098
