Der Verschwender
Zaubermärchen des Alt-Wiener Volkstheaters über Feenwelt, Treue, Armut und moralische Läuterung
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Zusatztext
Ferdinand Raimunds "Der Verschwender" ist ein Zaubermärchen des Wiener Volkstheaters, das den Absturz des reichen Julius von Flottwell von leichtfertiger Freigebigkeit in Armut und späte Selbsterkenntnis gestaltet. Zwischen Feenwelt und bürgerlicher Realität entfaltet das Stück eine moralische Parabel über Besitz, Treue und Reue. Sein Stil verbindet komische Typenzeichnung, volkstümliche Lieder, Sentiment und allegorische Bühneneffekte; besonders im Umfeld des Biedermeier gewinnt die Spannung zwischen sozialer Ordnung und märchenhafter Transzendenz literarische Prägnanz. Raimund, 1790 in Wien geboren, war Schauspieler, Theaterpraktiker und einer der bedeutendsten Autoren des Alt-Wiener Volkstheaters. Seine Erfahrung auf der Bühne prägte die genaue Kenntnis komischer Wirkung ebenso wie die melancholische Grundierung seiner Dramen. In "Der Verschwender" spiegeln sich seine Beobachtungen einer Gesellschaft, in der Geld, Schein und Rang über menschliche Beständigkeit triumphieren können, während einfache Figuren wie Valentin moralische Wahrhaftigkeit bewahren. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die klassische Theaterliteratur nicht als museales Dokument, sondern als lebendige Untersuchung menschlicher Schwäche lesen möchten. Raimunds Werk bietet Unterhaltung, sprachliche Eleganz und ethische Tiefe zugleich und bleibt gerade deshalb ein Schlüsseltext der österreichischen Dramatik.
Weitere Details
Erschienen: 05.12.2023
Umfang: 64 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.4 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788028354084
Umbreit-Nr.: 9866005
