Anatole France: Gesammelte Werke
Skeptische Prosa, Gesellschaftssatire und humanistischer Zweifel in der Belle Époque
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Zusatztext
Anatole France: Gesammelte Werke eröffnet ein Panorama jener skeptischen, ironisch funkelnden Prosa, mit der der französische Nobelpreisträger die geistigen Gewissheiten seiner Epoche befragte. In Romanen, Erzählungen, Essays und historischen Parabeln begegnen sich klassische Bildung, elegante Erzählkunst und eine scharfe Kritik an Dogmatismus, Macht und bürgerlicher Selbstzufriedenheit. France steht literarisch zwischen spätem Realismus, Symbolismus und aufgeklärter Satire. Anatole France, 1844 in Paris geboren und 1924 gestorben, wuchs im Milieu des Buchhandels auf und entwickelte früh eine intime Vertrautheit mit der europäischen Geistesgeschichte. Seine Tätigkeit als Kritiker, Bibliothekar und öffentlicher Intellektueller prägte seinen Blick auf Literatur als moralische und politische Erkenntnisform. Die Dreyfus-Affäre, der Antiklerikalismus der Dritten Republik und sein humanistischer Zweifel an Autoritäten bilden den geistigen Hintergrund vieler Texte. Diese Sammlung empfiehlt sich Lesern, die nicht nur einzelne Meisterwerke, sondern die Entwicklung eines unverwechselbaren Denk- und Erzählstils kennenlernen möchten. Sie bietet Zugang zu einem Autor, dessen Leichtigkeit niemals oberflächlich ist und dessen Ironie bis heute zur Prüfung moderner Überzeugungen anregt.
Weitere Details
Erschienen: 03.12.2023
Umfang: 552 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 3 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788028350796
Umbreit-Nr.: 2947274
