Augsburger Bekenntnis
Glaubensartikel, Rechtfertigungslehre und Sakramente im Kontext der deutschen Reformation von 1530
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Zusatztext
Das Augsburger Bekenntnis, 1530 auf dem Reichstag zu Augsburg vorgelegt, ist kein bloßes kirchenpolitisches Dokument, sondern eine präzise theologische Selbstbeschreibung der reformatorischen Bewegung. In klar gegliederten Artikeln entfaltet es Lehren über Gott, Sünde, Rechtfertigung, Kirche und Sakramente, bevor es kirchliche Missbräuche behandelt. Sein Stil verbindet humanistische Ordnung, juristische Nüchternheit und biblisch-patristische Argumentation; literarisch steht es zwischen Bekenntnisschrift, Apologie und diplomatischer Verständigungsschrift. Philipp Melanchthon, der gelehrte Humanist aus Wittenberg und enge Mitarbeiter Martin Luthers, prägte den Text durch seine sprachliche Mäßigung und systematische Schärfe. Seine Ausbildung in den klassischen Sprachen, seine Kenntnis der Kirchenväter und sein Wunsch nach kirchlicher Einigung bestimmten die Form des Werkes. Gerade Melanchthons irenischer Geist erklärt, weshalb das Bekenntnis reformatorische Überzeugung mit dem Anspruch katholischer Kontinuität verbindet. Dieses Buch empfiehlt sich allen, die die geistigen Grundlagen des Protestantismus, die Dynamik der Reformationszeit und die Entstehung konfessioneller Identität verstehen wollen. Es ist eine Schlüsselquelle europäischer Religions-, Ideen- und Rechtsgeschichte und bleibt für Theologie, Geschichtswissenschaft und ökumenische Debatten von bleibender Bedeutung.
Weitere Details
Erschienen: 02.12.2023
Umfang: 52 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.3 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788028349943
Umbreit-Nr.: 2780384
