Sonette
Liebe, Begehren und Vergänglichkeit in elisabethanischer Lyrik zwischen schönem Jüngling, Dunkler Dame und Dichterrivalität
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Zusatztext
William Shakespeares "Sonette" versammeln 154 Gedichte, in denen Liebe, Begehren, Schönheit, Vergänglichkeit, Eifersucht und dichterische Unsterblichkeit mit außergewöhnlicher gedanklicher Präzision verhandelt werden. In der Form des englischen Sonetts - drei Quartette und ein pointiertes Schlusscouplet - verbindet Shakespeare rhetorische Virtuosität mit psychologischer Ambivalenz. Im Kontext der elisabethanischen Renaissance greifen die Gedichte die petrarkistische Liebeslyrik auf, unterlaufen deren Ideale jedoch durch Ironie, Selbstzweifel und eine bemerkenswert moderne Innenschau. Shakespeare, geboren 1564 in Stratford-upon-Avon, war Schauspieler, Theaterunternehmer und der bedeutendste Dramatiker seiner Zeit. Seine Erfahrung mit Bühne, Maske, Rolle und öffentlicher Wirkung prägt auch diese Lyrik: Das sprechende Ich erscheint nie schlicht autobiographisch, sondern als kunstvoll inszenierte Stimme. Die Widmungen an den schönen Jüngling, die "Dark Lady" und den rivalisierenden Dichter spiegeln ein Milieu höfischer Patronage, literarischen Wettbewerbs und sozialer Unsicherheit. Empfohlen seien die "Sonette" allen Leserinnen und Lesern, die Dichtung nicht als bloßen Gefühlserguss, sondern als intellektuelle Form der Erkenntnis schätzen. Sie bieten komprimierte Weltliteratur: sprachlich brillant, emotional riskant und philosophisch dauerhaft herausfordernd.
Weitere Details
Erschienen: 02.12.2023
Umfang: 332 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 1.8 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788028349790
Umbreit-Nr.: 2778656
