Pythagoras
Zahlenmystik, Seelenwanderung und die Geburt der griechischen Mathematik im antiken Griechenland
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Zusatztext
Pythagoras entfaltet das Leben des samischen Denkers als geistige Biographie einer Epoche, in der Mathematik, Religion, Musik und Politik noch ungetrennt ineinandergriffen. Colerus zeichnet nicht nur den legendären Lehrer der Zahlenharmonie, sondern auch die Entstehung einer Schule, deren Geheimhaltung und ethischer Anspruch die abendländische Philosophie prägten. Stilistisch verbindet das Buch erzählerische Anschaulichkeit mit essayistischer Reflexion und steht im Kontext der gelehrten, populärwissenschaftlichen Literatur der Zwischenkriegszeit. Egmont Colerus von Geldern, österreichischer Schriftsteller und Mathematikvermittler, besaß eine seltene Doppelbegabung: technische Bildung und literarische Formkraft. Sein Interesse galt den großen Gestalten, durch die abstraktes Denken geschichtlich wirksam wurde. Gerade Pythagoras musste ihn anziehen, weil hier Zahl, Weltdeutung und Lebensführung eine Einheit bilden, die Colerus' eigenes Anliegen spiegelt: Wissenschaft nicht als trockene Disziplin, sondern als kulturelle Macht verständlich zu machen. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die eine reine Anekdotensammlung ebenso wenig suchen wie eine schwer zugängliche Fachstudie. Es bietet eine kluge, atmosphärische Annäherung an den Ursprung mathematischen Denkens und zeigt, weshalb Pythagoras bis heute zwischen Geschichte und Mythos fortlebt.
Weitere Details
Erschienen: 02.12.2023
Umfang: 204 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 1.1 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788028349547
Umbreit-Nr.: 2778715
