Der Koran
Offenbarungen in Suren: Monotheismus, Barmherzigkeit und Endgericht im spätantiken Arabien
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Zusatztext
Der Koran versammelt in 114 Suren Offenbarungen, die nach islamischem Verständnis dem Propheten Mohammed im frühen 7. Jahrhundert zuteilwurden. Inhaltlich verbindet er Gottesrede, Rechtleitung, Erzählungen von früheren Propheten, eschatologische Warnung und ethische Unterweisung. Sein Stil ist hochgradig rhythmisiert, bildstark und argumentativ; er arbeitet mit Wiederholung, Antithese und eindringlicher Anrede. Literarisch steht das Werk im Kontext der spätantiken Religionskulturen, zugleich aber begründet es eine eigenständige arabische Schrift- und Auslegungstradition. Prophet Mohammed (ca. 570-632) gilt in der islamischen Überlieferung nicht als Autor im modernen Sinn, sondern als Empfänger und Verkünder der Offenbarung. Seine Erfahrungen in Mekka und Medina - Kaufmannsmilieu, Stammesgesellschaft, soziale Ungleichheit, religiöse Pluralität und politische Gemeindebildung - bilden den historischen Resonanzraum vieler Passagen. Die Verkündigung reagiert auf konkrete Konflikte und eröffnet zugleich eine umfassende Vision von Gottes Einheit, Verantwortung und Barmherzigkeit. Der Koran empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die ein Schlüsselwerk der Weltliteratur und Religionsgeschichte verstehen wollen. Er verlangt langsame, kontextbewusste Lektüre und belohnt sie mit einer außergewöhnlichen Verbindung von poetischer Kraft, theologischer Tiefe und normativer Wirkung. Als Text, der Kulturen geprägt hat, bleibt er unverzichtbar für historisches, literarisches und interreligiöses Verständnis.
Weitere Details
Erschienen: 02.12.2023
Umfang: 460 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 2.5 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788028349325
Umbreit-Nr.: 2780577
