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Der eingebildete Kranke

Cover von Der eingebildete Kranke

Ärztesatire um Hypochondrie, Familienintrige und vernünftigen Spott im barocken Paris des 17. Jahrhunderts

Molière, Jean Baptiste

Sharp Ink

9.90

(inklusive MwSt.)

Verfügbarkeit: Titel wird für Sie produziert. Vorgemerkt

Zusatztext

Der eingebildete Kranke, Molières letzte Komödie von 1673, entfaltet um den hypochondrischen Argan eine präzise gebaute Satire auf medizinische Autorität, häusliche Tyrannei und die Ökonomie der Angst. Als Comédie-ballet verbindet das Stück scharfe Dialogkunst, Farce, Musik und höfische Formen; hinter der burlesken Maskerade der Ärzte erscheint eine aufgeklärte Kritik an Fachsprache, Standesdünkel und blindem Glauben. Figuren wie Toinette, Béralde und Angélique treiben die Handlung mit kluger Gegenrede und komischem Widerstand voran. Jean Baptiste Molière, Schauspieler, Theaterleiter und Dramatiker am Hof Ludwigs XIV., kannte die Bühne aus praktischer Erfahrung und schrieb Rollen für ein Ensemble, nicht für die Bibliothek. Sein eigenes Leiden, die Unsicherheit zeitgenössischer Heilkunst und seine lange Auseinandersetzung mit Heuchelei, Autoritätsgläubigkeit und gesellschaftlicher Verstellung prägen dieses Spätwerk. Dass Molière kurz nach einer Aufführung starb, hat dem Text eine besondere, doch oft überschätzte biographische Aura verliehen. Dieses Buch empfiehlt sich allen Lesern, die Komik nicht als bloße Unterhaltung, sondern als Erkenntnisform verstehen. Der eingebildete Kranke bleibt überraschend gegenwärtig: Er fragt, wie leicht Menschen Experten vertrauen, wenn Angst im Spiel ist, und wie befreiend vernünftiger Spott wirken kann.

Weitere Details

Erschienen: 02.12.2023

Umfang: 108 S.

Sprache: Deutsch

Einband: KT

Format: 0.6 x 22.9 x 15.2 cm

ISBN/EAN: 9788028349196

Umbreit-Nr.: 2777637

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