Die schönsten Novellen
Recht, Schuld und Schicksal in klassischer Prosa zwischen Romantik, Ehre und moralischer Ambivalenz
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Zusatztext
Die schönsten Novellen versammelt zentrale Erzählungen Heinrich von Kleists, in denen extreme Situationen die verborgenen Gesetze von Recht, Schuld, Zufall und menschlicher Erkenntnis freilegen. Ob Michael Kohlhaas, Die Marquise von O. oder Das Erdbeben in Chili: Kleists Prosa verbindet dramatische Verdichtung mit juristischer Präzision, psychologischer Unruhe und einer Syntax, die Denken und Affekt zugleich vorantreibt. Im Kontext von Klassik und Romantik steht dieses Werk eigensinnig quer zu harmonisierenden Weltbildern und eröffnet eine moderne Literatur der Ambivalenz. Kleist, 1777 in Frankfurt an der Oder geboren und 1811 am Wannsee gestorben, war Offizier, Verwaltungsanwärter, Reisender, Publizist und ein Autor existenzieller Krisenerfahrung. Sein Bruch mit aufklärerischen Gewissheiten, seine Beschäftigung mit Kant, staatlicher Ordnung, Ehre und Gewalt prägten jene erzählerische Energie, aus der diese Novellen hervorgingen. Diese Ausgabe empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die literarische Meisterschaft nicht als Beruhigung, sondern als Herausforderung suchen. Kleists Novellen zeigen, wie fragil Wahrheit, Urteil und Moral werden, sobald Menschen unter Druck handeln. Wer die deutsche Erzählkunst in ihrer kühnsten, schärfsten und bis heute beunruhigend aktuellen Form kennenlernen möchte, findet hier einen unverzichtbaren Zugang.
Weitere Details
Erschienen: 02.12.2023
Umfang: 140 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.8 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788028349141
Umbreit-Nr.: 2780649
