Glück der Ehe
Eine psychologische Novelle über Liebesillusion, Ernüchterung und Verantwortung im russischen Landadel des 19. Jahrhunderts
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Zusatztext
Glück der Ehe, 1859 erschienen, ist eine frühe Novelle Lew Tolstois über Mascha, eine junge Frau, deren Ehe mit dem älteren Sergej Michailowitsch von idealisierter Hingabe zu Ernüchterung und reifer Verbundenheit führt. In klarer, psychologisch genauer Prosa untersucht Tolstoi Erwartung, Leidenschaft, Gewohnheit und moralische Selbstprüfung. Das Werk steht zwischen romantischer Erzähltradition und dem realistischen Ehe- und Familienroman des 19. Jahrhunderts. Tolstoi, 1828 in Jasnaja Poljana geboren, kannte aristokratische Erziehung, Militärdienst, Reisen und spirituelle Unruhe aus eigener Erfahrung. Vor den großen Romanen Krieg und Frieden und Anna Karenina erprobte er hier bereits zentrale Fragen seines Denkens: Wie lebt man wahrhaftig? Welche Opfer verlangt Liebe? Und kann häusliches Glück Bestand haben, wenn Freiheit, Besitz und gesellschaftliche Eitelkeit in Spannung geraten? Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die keine bloße Liebesgeschichte suchen, sondern eine konzentrierte Studie über die Verwandlung von Gefühl in Verantwortung. Glück der Ehe ist kurz, doch bemerkenswert reich: Es zeigt Tolstoi als scharfen Beobachter des Herzens und als Autor, der intime Erfahrung in allgemein gültige Erkenntnis verwandelt.
Weitere Details
Erschienen: 02.12.2023
Umfang: 64 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.4 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788028349127
Umbreit-Nr.: 2779697
