Kurt Aram: Gesammelte Werke
Prosa der Jahrhundertwende zwischen Kulturkritik, Moderne und bürgerlicher Gesellschaft
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Zusatztext
Kurt Aram: Gesammelte Werke versammelt die charakteristische Prosa eines Autors, der Erzählung, Essayistik und kulturkritische Beobachtung eng miteinander verbindet. Im Zentrum stehen die Spannungen der Moderne: Fortschrittsglaube und Skepsis, bürgerliche Ordnung und geistige Unruhe, individuelle Sehnsucht und gesellschaftliche Konvention. Arams Stil ist präzise, feuilletonistisch geschult und zugleich von erzählerischer Anschaulichkeit; literarisch steht er im Umfeld der deutschsprachigen Jahrhundertwende, zwischen Realismus, früher Moderne und intellektueller Unterhaltungsliteratur. Kurt Aram, Pseudonym des Schriftstellers und Journalisten Hans Fischer, war ein wacher Beobachter seiner Zeit. Seine publizistische Erfahrung, sein Interesse an sozialen, religiösen und weltanschaulichen Fragen sowie die Umbrüche des Kaiserreichs und der frühen Moderne prägten sein Schreiben. Gerade diese Verbindung aus journalistischer Genauigkeit und literarischer Formkraft erklärt, weshalb seine Texte häufig über bloße Unterhaltung hinausgehen und zeitdiagnostische Schärfe gewinnen. Diese Sammlung empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die vergessene Stimmen der deutschen Literatur neu entdecken möchten. Sie bietet nicht nur Einblick in ein vielgestaltiges Werk, sondern auch in die geistigen Konflikte einer Epoche, deren Fragen nach Sinn, Fortschritt und Identität bis heute nachwirken.
Weitere Details
Erschienen: 02.12.2023
Umfang: 728 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 3.9 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788028348939
Umbreit-Nr.: 2780603
