Der goldne Spiegel
Orientalischer Staatsroman über Fürstenerziehung, Machtmissbrauch und aufgeklärte Regierungskunst
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Zusatztext
Christoph Martin Wielands "Der goldne Spiegel" ist ein politisch-philosophischer Staatsroman in orientalischem Gewand, der als Fürstenspiegel die Möglichkeiten und Gefährdungen guter Herrschaft untersucht. In der Geschichte der Könige von Scheschian verbindet Wieland erzählerische Eleganz, satirische Distanz und aufklärerische Moralphilosophie. Hinter der exotischen Kulisse verhandelt der Text Machtmissbrauch, Erziehung, Gesetz, Glückseligkeit und Reformfähigkeit des Staates; sein geschmeidiger, ironisch reflektierter Stil steht zwischen höfischer Erzählkunst, utopischem Roman und aufgeklärter Publizistik. Wieland, 1733 geboren und einer der prägenden Autoren der deutschen Aufklärung, brachte in dieses Werk seine umfassende Kenntnis antiker Literatur, französischer Moralistik und zeitgenössischer Staatsdebatten ein. Seine Erfahrungen als Erzieher, Übersetzer und kritischer Beobachter höfischer Kultur erklären die besondere Verbindung von pädagogischem Anspruch und skeptischer Menschenkenntnis. Nicht zufällig trug gerade dieses Buch zu seiner Berufung nach Weimar bei, wo er als Prinzenerzieher wirkte. Empfohlen sei "Der goldne Spiegel" allen Leserinnen und Lesern, die Literatur als Denkraum politischer Vernunft verstehen. Das Buch ist keine trockene Theorie, sondern eine kunstvolle Erzählung über Verantwortung, Regierungskunst und die Zerbrechlichkeit aufgeklärter Ordnung.
Weitere Details
Erschienen: 02.12.2023
Umfang: 212 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 1.2 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788028348311
Umbreit-Nr.: 2778858
