Das Buch vom Eppele
Fränkische Sage vom Raubritter zwischen Burgenwelt, Reichsstadt und mittelalterlicher Ordnungsmacht
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Zusatztext
Das Buch vom Eppele gestaltet die Gestalt des fränkischen Raubritters Eppelein von Gailingen nicht bloß als abenteuerliche Sagenfigur, sondern als Spiegel einer unruhigen Übergangszeit zwischen ritterlicher Eigenmacht, städtischem Selbstbewusstsein und entstehender Ordnungsmacht. Karl Bröger verbindet volkstümliche Erzählfreude mit historischer Anschaulichkeit; sein Stil ist klar, rhythmisch und von mündlicher Überlieferung geprägt. Im literarischen Kontext steht das Werk zwischen Heimatdichtung, historischer Erzählung und sozial sensibler Legendenbearbeitung. Karl Bröger, 1886 in Nürnberg geboren, war einer der markanten Arbeiterdichter des frühen 20. Jahrhunderts. Seine Herkunft aus einfachen Verhältnissen, seine Nähe zur sozialdemokratischen Bewegung und seine tiefe Bindung an Franken und Nürnberg prägten sein Schreiben nachhaltig. Gerade deshalb konnte ihn die Figur Eppeleins reizen: ein Außenseiter, umgeben von Ruhm, Gewalt, Widerspruch und Volksphantasie, zugleich ein Anlass, regionale Geschichte aus der Perspektive lebendiger Erinnerung neu zu befragen. Empfohlen sei dieses Buch Lesern, die historische Stoffe nicht als trockene Chronik, sondern als poetisch verdichtete Auseinandersetzung mit Macht, Recht und Überlieferung schätzen. Brögers Darstellung macht die fränkische Sage zugänglich, ohne ihren Ernst zu glätten. Das Werk ist besonders wertvoll für Interessierte an Regionalgeschichte, deutscher Erzählprosa und der literarischen Formung populärer Erinnerung.
Weitere Details
Erschienen: 02.12.2023
Umfang: 96 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.6 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788028348007
Umbreit-Nr.: 2778507
