Der Mann von Eisen
Historischer Roman über Preußen, Machtpolitik und Staatsräson im Zeitalter von Reichsgründung und Kaiserreich
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Zusatztext
Der Mann von Eisen entfaltet ein historisch grundiertes Charakterbild, in dem politische Entschlossenheit, preußische Pflichtvorstellungen und die Härte öffentlicher Verantwortung zu einem erzählerischen Ganzen verschmolzen werden. Skowronnek schreibt in einem klaren, realistischen Stil, der weniger auf psychologische Zersplitterung als auf Haltung, Tatkraft und geschichtliche Kontur zielt. Im literarischen Kontext der wilhelminischen und nachwilhelminischen Geschichtserzählung erscheint das Buch als Beitrag zu jener Prosa, die nationale Erinnerung, Biographie und moralische Exemplarik verbindet. Fritz Skowronnek, 1858 in Ostpreußen geboren, war Journalist, Erzähler und ein genauer Beobachter ländlicher wie gesellschaftlicher Milieus. Seine Herkunft aus dem ostpreußisch-preußischen Kulturraum, seine Nähe zu konservativen Wertordnungen und sein Interesse an Jagd, Landschaft und Standesethos prägten seine literarische Vorstellungskraft. Gerade daraus erklärt sich sein Blick auf eine Gestalt, deren eiserne Selbstdisziplin und politischer Wille als Ausdruck einer ganzen Epoche lesbar werden. Empfohlen sei dieses Buch Leserinnen und Lesern, die historische Prosa nicht nur als Unterhaltung, sondern als Deutung politischer Mentalitäten verstehen. Es bietet ein eindrucksvolles Dokument deutscher Erinnerungskultur und lädt dazu ein, Macht, Charakter und Geschichtsbewusstsein kritisch zu prüfen.
Weitere Details
Erschienen: 02.12.2023
Umfang: 100 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.6 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788028347963
Umbreit-Nr.: 2778546
