Ein Sohn des Volkes
Gesellschaftsroman über Bildung, sozialen Aufstieg und Klassenkonflikte im Vormärz
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Zusatztext
Ein Sohn des Volkes entfaltet die Geschichte eines begabten Menschen aus einfachen Verhältnissen, dessen Anspruch auf Bildung, Würde und öffentliche Wirksamkeit an den Schranken von Stand, Besitz und politischer Macht geprüft wird. Schücking verbindet Erzählspannung, gesellschaftliche Diagnose und moralische Psychologie zu einem Roman des Übergangs: zwischen Vormärz, bürgerlichem Realismus und sozialem Zeitroman. Sein Stil ist beweglich, dialogreich und beobachtungsgenau; er macht private Konflikte als Symptome einer sich neu ordnenden Gesellschaft lesbar. Levin Schücking (1814-1883), westfälischer Erzähler, Journalist und Literaturvermittler, kannte die Milieus, die er beschreibt, aus eigener Anschauung: bürgerliche Bildungsambitionen, aristokratische Salons, redaktionelle Arbeit und die politischen Erwartungen des 19. Jahrhunderts. Als Sohn der Schriftstellerin Katharina Sibylla Schücking und enger Vertrauter Annette von Droste-Hülshoffs entwickelte er ein besonderes Gespür für Herkunft, Rang und literarische Öffentlichkeit. Diese Erfahrungen erklären die soziale Wachheit des Romans. Empfohlen sei das Buch Leserinnen und Lesern, die deutsche Literatur nicht nur als Ästhetik, sondern als Archiv gesellschaftlicher Selbstverständigung begreifen möchten. Wer die Vorgeschichte des realistischen Romans, die Spannung von Volk und Elite sowie die literarische Formierung sozialer Mobilität untersucht, findet hier ein aufschlussreiches, klug komponiertes Werk.
Weitere Details
Erschienen: 02.12.2023
Umfang: 208 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 1.1 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788028347871
Umbreit-Nr.: 2780337
