Per aspera
Macht, Liebe und Gewissensnot im antiken Alexandria unter Kaiser Caracalla
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Zusatztext
Per aspera entfaltet vor dem Hintergrund Alexandrias im frühen 3. Jahrhundert eine dramatische Begegnung zwischen römischer Machtpolitik und hellenistischer Stadtkultur. Im Zentrum steht die verhängnisvolle Nähe des Kaisers Caracalla zu Menschen, deren private Hoffnungen von Despotie, Loyalität und Gewissensnot zerrieben werden. Ebers verbindet Liebes- und Familienkonflikt mit der historisch bezeugten Katastrophe von Alexandria; sein Stil ist anschaulich, quellenbewusst und von jener gelehrten Detailfülle geprägt, die den deutschen historischen Roman des 19. Jahrhunderts auszeichnet. Georg Ebers, 1837-1898, war nicht nur Romancier, sondern Ägyptologe, Professor in Leipzig und Herausgeber des berühmten Papyrus Ebers. Seine wissenschaftliche Vertrautheit mit Altertum, Religion, Medizin und Alltagskultur bestimmte seine Erzählkunst. Per aspera lässt sich als Frucht dieses Doppelberufs lesen: Der Forscher rekonstruiert eine vergangene Welt, der Erzähler fragt nach moralischer Standhaftigkeit unter politischem Druck und persönlicher Versuchung. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die historische Fiktion nicht als Kostümspiel, sondern als Erkenntnisform schätzen. Wer sich für die römische Kaiserzeit, für das Verhältnis von Individuum und imperialer Gewalt oder für die gelehrte Erzähltradition zwischen Archäologie und Psychologie interessiert, findet hier einen anspruchsvollen, atmosphärisch dichten Roman. Per aspera belohnt geduldige Lektüre mit geschichtlicher Anschaulichkeit und einer zeitlosen Studie über Schuld, Mut und innere Freiheit.
Weitere Details
Erschienen: 02.12.2023
Umfang: 344 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 1.9 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788028347536
Umbreit-Nr.: 2780654
