Die schwarz-weiße Perle
Eine historische Novelle des deutschen Realismus über Schein, Wert und gesellschaftliche Konventionen
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Zusatztext
Levin Schückings Die schwarz-weiße Perle entfaltet eine fein gearbeitete Erzählung um Wahrnehmung, gesellschaftliche Zuschreibung und moralische Mehrdeutigkeit. Der titelgebende Gegenstand wird zum poetischen Kristallisationspunkt eines Konflikts zwischen äußerem Glanz und innerer Wahrheit. In der Tradition des bürgerlichen Realismus verbindet Schücking genaue Milieubeobachtung mit spannungsvoller Intrigenführung; sein Stil ist klar, pointiert und zugleich von jener psychologischen Aufmerksamkeit geprägt, die das 19. Jahrhundert als Epoche sozialer Selbstprüfung kennzeichnet. Schücking, 1814 in Meppen geboren und eng mit der westfälischen Literaturlandschaft verbunden, war Jurist, Journalist, Romancier und ein aufmerksamer Beobachter politischer wie gesellschaftlicher Umbrüche. Seine Nähe zu Annette von Droste-Hülshoff, seine publizistische Tätigkeit und seine Erfahrung mit Adel, Bürgertum und literarischem Markt schärften seinen Blick für Rollenbilder, Standesgrenzen und die Macht des Erzählens. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die erzählerische Eleganz, historische Tiefenschärfe und moralische Ambivalenz schätzen. Die schwarz-weiße Perle ist nicht nur ein reizvolles Zeitdokument, sondern auch eine kluge Studie über Schein, Wert und menschliche Urteilskraft.
Weitere Details
Erschienen: 02.12.2023
Umfang: 44 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.3 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788028347475
Umbreit-Nr.: 2779741
