Homo sapiens (Buch 1-3)
Fin-de-Siècle-Roman über erotische Obsession, Seelenanalyse und die Krise des modernen Intellektuellen
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Zusatztext
Homo sapiens, die dreiteilige Romanfolge aus Über Bord, Unterwegs und Im Malstrom, entfaltet das Porträt des modernen Intellektuellen Erik Falk: eines rastlosen, erotisch besessenen und moralisch entgrenzten Menschen, der seine Umwelt ebenso analysiert wie zerstört. Przybyszewski verbindet psychologische Sezierung, nervöse Innenrede und symbolistisch-dekadente Bildlichkeit zu einem Roman der Jahrhundertwende, in dem Liebe, Kunst, Krankheit und Wille als Symptome einer erschöpften Kultur erscheinen. Stanislaw Przybyszewski, 1868 in Lojewo geboren, schrieb zunächst auf Deutsch und wurde im Berliner Bohème-Milieu der 1890er Jahre zu einer prägenden Gestalt. Seine Nähe zu Nietzsche, Schopenhauer, naturalistischer Milieubeobachtung und mystisch-erotischer Seelenkunde erklärt die Radikalität dieses Werks. Als Programmatiker des europäischen Fin de Siècle und später der polnischen Moderne interessierte ihn weniger Handlung als die Enthüllung unbewusster Triebe und ästhetischer Grenzerfahrungen. Empfohlen sei Homo sapiens Lesern, die den psychologischen Roman nicht als beruhigende Charakterstudie, sondern als Experimentierfeld kultureller Selbstdiagnose begreifen. Die Trilogie ist verstörend, bisweilen exzessiv, doch gerade darin ein Schlüsseltext der Dekadenzliteratur und ein eindringliches Dokument moderner Subjektkrisen.
Weitere Details
Erschienen: 02.12.2023
Umfang: 236 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 1.3 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788028347086
Umbreit-Nr.: 2780235
