Maschinen
Fabrikmilieu, Klassenkonflikt und Technikgläubigkeit im Kaiserreich
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Zusatztext
Konrad Albertis Maschinen entfaltet ein Bild der modernen Industriegesellschaft, in der technische Apparate nicht bloß Kulisse, sondern ordnende Macht menschlicher Beziehungen sind. Der Text verbindet naturalistische Beobachtungsschärfe mit kulturkritischer Reflexion: Arbeitsrhythmen, soziale Abhängigkeiten und die Verdinglichung des Einzelnen treten in nüchterner, präziser Sprache hervor. Im literarischen Kontext des späten 19. Jahrhunderts steht das Buch nahe bei den Debatten um Fortschritt, Kapital, Arbeit und die ästhetische Erneuerung des Realismus. Alberti, geboren 1862 in Breslau und als Schriftsteller, Kritiker und streitbarer Vertreter des deutschen Naturalismus hervorgetreten, kannte die intellektuellen Konflikte seiner Zeit aus nächster Nähe. Seine publizistische Tätigkeit und sein Interesse an sozialen Milieus schärften den Blick für jene Kräfte, die Menschen formen: Ökonomie, Technik, Standesgrenzen und öffentliche Moral. Maschinen erscheint daher als literarische Antwort auf eine Epoche, die sich von Mechanisierung zugleich Erlösung und Bedrohung versprach. Empfohlen sei dieses Buch Leserinnen und Lesern, die Industrialisierung nicht nur als historische Tatsache, sondern als seelische und sprachliche Erfahrung verstehen möchten. Es bietet keine bequeme Fortschrittserzählung, sondern eine hellsichtige Untersuchung moderner Abhängigkeit - ein Werk von bleibender Aktualität.
Weitere Details
Erschienen: 02.12.2023
Umfang: 140 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.8 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788028347000
Umbreit-Nr.: 2780512
