Der Vater
Ein Königsroman über Preußens Soldatenkönig, Macht, Frömmigkeit und den Konflikt zwischen Familie und Staat
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Zusatztext
Jochen Kleppers Der Vater, 1937 als Roman eines Königs erschienen, gestaltet das Leben Friedrich Wilhelms I. von Preußen, des sogenannten Soldatenkönigs, nicht als bloße Herrscherbiographie, sondern als eindringliche Studie über Macht, Frömmigkeit, Pflicht und familiäre Härte. In dichter, disziplinierter Prosa verbindet Klepper archivalische Genauigkeit mit psychologischer Durchdringung. Der historische Roman steht im Kontext einer deutschen Literatur, die Geschichte als Prüfstein politischer und religiöser Gewissensfragen begreift. Klepper, 1903 geboren, war evangelischer Schriftsteller, Journalist und Tagebuchautor; seine geistige Welt war geprägt von lutherischer Theologie, preußischer Geschichtstradition und existenzieller Bedrängnis. Seine Ehe mit einer jüdischen Frau brachte ihn im nationalsozialistischen Deutschland in zunehmende Gefahr. Gerade deshalb gewinnt seine Darstellung eines autoritären Vaters und Königs besondere Spannung: Sie fragt nach Gehorsam, Verantwortung und der Grenze staatlicher Gewalt, ohne einfache Urteile zu liefern. Der Vater empfiehlt sich Lesern, die historische Literatur nicht als Dekoration, sondern als Erkenntnisform schätzen. Kleppers Roman eröffnet einen nüchternen, zugleich bewegenden Zugang zur preußischen Vergangenheit und zu zeitlosen Konflikten zwischen Amt und Gewissen, Familie und Staat, Glauben und Macht.
Weitere Details
Erschienen: 02.12.2023
Umfang: 500 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 2.7 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788028346805
Umbreit-Nr.: 2780428
