Othello, der Mohr von Venedig
Tragische Eifersucht, Racheintrige und Rassenvorurteil im elisabethanischen Theater
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Zusatztext
William Shakespeares "Othello, der Mohr von Venedig" entfaltet eine Tragödie von Liebe, Eifersucht und politischer Fremdheit im Spannungsfeld zwischen venezianischer Staatsräson und militärischer Bewährung auf Zypern. In dichter Blankverssprache, durchsetzt mit prosaischer Intrige, zeigt das Drama, wie Jago sprachliche Andeutung in tödliche Gewissheit verwandelt. Als Werk der großen Tragödienphase verbindet es psychologische Präzision mit frühneuzeitlichen Fragen nach Rasse, Ehre, Geschlecht und sozialer Wahrnehmung. Shakespeare, um 1564 in Stratford-upon-Avon geboren und als Schauspieler, Teilhaber und Dramatiker im Londoner Theaterbetrieb geschult, schrieb für eine Bühne, die politische Aktualität und menschliche Leidenschaften gleichermaßen verlangte. Seine Kenntnis rhetorischer Wirkung, öffentlicher Rollen und höfischer Machtmechanismen prägt "Othello" sichtbar. Die Figur des fremden Feldherrn dürfte ihn besonders gereizt haben, weil sie Anerkennung und Ausgrenzung, heroische Autorität und intime Verletzbarkeit in einer einzigen dramatischen Gestalt bündelt. Dieses Stück empfiehlt sich Lesern, die Tragödie nicht als bloßes Schicksalsdrama, sondern als Analyse manipulierter Wahrnehmung verstehen wollen. "Othello" bleibt erschütternd aktuell, weil es zeigt, wie Sprache Vertrauen zerstört und gesellschaftliche Vorurteile privates Glück vergiften. Wer Shakespeare in seiner konzentriertesten dramatischen Kunst begegnen möchte, findet hier ein unverzichtbares Meisterwerk.
Weitere Details
Erschienen: 02.12.2023
Umfang: 272 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 1.5 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788028346737
Umbreit-Nr.: 2778723
