Der letzte Tod des Gautama Buddha
Philosophische Novelle über Nirwana, Sprachskepsis und Erlösungssuche
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Zusatztext
Der letzte Tod des Gautama Buddha ist eine philosophische Erzählung, die den Augenblick des Verlöschens nicht als fromme Legende, sondern als Prüfung des Denkens gestaltet. Mauthner nähert sich dem Buddha mit knapper, gleichnishaft verdichteter Prosa; historische Erinnerung, religiöser Mythos und skeptische Reflexion treten in ein Spannungsverhältnis. Im literarischen Kontext der Jahrhundertwende steht der Text zwischen neoromantischer Legendenkunst, Schopenhauerscher Weltverneinung und moderner Sprachkritik: Das Sterben wird zur letzten Konsequenz einer Lehre, die Ich, Begierde und tröstende Worte auflöst. Fritz Mauthner, 1849 in Prag geboren und 1923 in Meersburg gestorben, war Schriftsteller, Journalist und einer der radikalsten Sprachskeptiker deutscher Sprache. Seine Beiträge zu einer Kritik der Sprache und das Wörterbuch der Philosophie zeigen denselben Impuls, der auch diese Buddha-Erzählung trägt: Misstrauen gegen abstrakte Begriffe und Sehnsucht nach einer Wahrheit, die jenseits sprachlicher Täuschung liegt. Mauthners jüdisch-böhmische Herkunft, seine journalistische Erfahrung und seine Nähe zu religionsphilosophischen Strömungen machten den Buddhismus für ihn zu einem Gegenbild europäischer Metaphysik. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die keine bloße Nacherzählung des Buddha-Lebens suchen, sondern eine konzentrierte Meditation über Sprache, Erlösung und das Ende des Subjekts. Es ist besonders aufschlussreich für alle, die Mauthners Philosophie literarisch erfahren möchten.
Weitere Details
Erschienen: 01.12.2023
Umfang: 52 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.3 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788028346201
Umbreit-Nr.: 2777638
