Das Winter-Mährchen
Eifersucht, Schuld und Vergebung zwischen Sizilien und Böhmen in einer tragischen Romanze um Leontes, Hermione und Perdita
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Zusatztext
Das Winter-Mährchen gehört zu Shakespeares späten Romanzen und verbindet höfische Tragödie, pastorale Komödie und märchenhafte Wiederherstellung zu einer kunstvollen Meditation über Eifersucht, Schuld, Zeit und Vergebung. Aus Leontes' unbegründetem Verdacht gegen Hermione erwächst eine Katastrophe, die erst durch Verlust, Bewährung und das fast wundersame Erwachen einer Statue überwunden wird. Stilistisch verschränkt das Stück psychologische Schärfe mit lyrischer Symbolik; sein berühmter Zeitsprung und der Wechsel von Sizilien nach Böhmen markieren den Übergang von zerstörerischer Leidenschaft zu regenerativer Gemeinschaft. William Shakespeare, um 1564 in Stratford-upon-Avon geboren und 1616 dort gestorben, schrieb das Werk vermutlich um 1610/11, in einer Phase, in der er sich von den großen Tragödien zu versöhnlicheren, experimentellen Formen bewegte. Seine lange Theaterpraxis als Schauspieler, Anteilseigner und Dramatiker der Londoner Bühne erklärt die souveräne Mischung aus spektakulärer Handlung, rhetorischer Verdichtung und publikumswirksamer Theatralität. Zugleich reflektiert das Stück zeitgenössische Fragen dynastischer Legitimität, weiblicher Tugend und politischer Herrschaft. Empfohlen sei Das Winter-Mährchen allen Leserinnen und Lesern, die Shakespeares reife Kunst jenseits eindeutiger Gattungsgrenzen entdecken möchten. Das Stück belohnt philologische Aufmerksamkeit ebenso wie emotionale Offenheit: Es zeigt, wie Literatur Leid nicht auslöscht, aber in Erinnerung, Anerkennung und Gnade verwandeln kann.
Weitere Details
Erschienen: 01.12.2023
Umfang: 192 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 1.1 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788028346119
Umbreit-Nr.: 2780613
