Hugo Bettauer-Krimis
Großstadtverbrechen, Sensationsjournalismus und Gesellschaftssatire im Wien der Zwischenkriegszeit
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Zusatztext
Die "Hugo Bettauer-Krimis" versammeln kriminalistische Prosa, in der Verbrechen weniger als bloßes Rätsel denn als Symptom moderner Großstadtgesellschaft erscheint. Mit feuilletonistischer Präzision, schnellem Dialog und einem Sinn für soziale Milieus führt Bettauer in Salons, Redaktionen, Mietshäuser und Halbwelten der Zwischenkriegszeit. Seine Kriminalhandlungen verbinden Spannung mit Zeitdiagnose: Moral, Geld, Sexualität und öffentliche Meinung werden zu Kräften, die Schuld und Aufklärung gleichermaßen bestimmen. Hugo Bettauer, 1872 in Baden bei Wien geboren, war Journalist, Reisender und einer der meistdiskutierten österreichischen Erfolgsautoren seiner Epoche. Seine Erfahrungen in Wien, Berlin und New York, sein Blick für urbane Modernisierung sowie sein Engagement für gesellschaftliche Liberalisierung prägten sein Schreiben. Als Autor von "Die Stadt ohne Juden" und streitbarer Publizist kannte er die Mechanismen von Sensation, Vorurteil und sozialer Ausgrenzung; gerade daraus erwächst die Schärfe seiner Kriminalprosa. Empfohlen sei dieses Buch allen Leserinnen und Lesern, die den deutschsprachigen Krimi nicht nur als Unterhaltung, sondern als literarisches Dokument der Moderne entdecken möchten. Bettauers Texte bieten Tempo, Ironie und überraschende Aktualität; zugleich eröffnen sie einen kenntnisreichen Zugang zu den Ängsten und Begierden einer Gesellschaft im Umbruch.
Weitere Details
Erschienen: 01.12.2023
Umfang: 220 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 1.2 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788028346058
Umbreit-Nr.: 2778879
