Jürg Jenatsch
Historischer Roman aus Graubünden über Religionskonflikt, Machtpolitik und Freiheit im Dreißigjährigen Krieg
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Zusatztext
Conrad Ferdinand Meyers historischer Roman Jürg Jenatsch, erstmals 1876 erschienen, führt in das Graubünden des Dreißigjährigen Krieges, wo konfessionelle Gegensätze, habsburgisch-spanische und französische Interessen sowie lokale Freiheitsansprüche unauflöslich ineinandergreifen. Im Zentrum steht der reformierte Pfarrer, Kriegsmann und Politiker Jenatsch, dessen Aufstieg und gewaltsames Ende Meyer mit strenger Komposition, symbolischer Verdichtung und psychologischer Kühle gestaltet. Der Roman verbindet realistische Geschichtsdarstellung mit tragischer Charakterstudie und gehört zu den bedeutendsten Werken des deutschsprachigen historischen Realismus. Meyer, 1825 in Zürich geboren und 1898 gestorben, war ein Schweizer Dichter von ausgeprägtem historischem Bewusstsein. Seine Herkunft aus der protestantisch-bürgerlichen Kultur Zürichs, seine Beschäftigung mit europäischen Machtkämpfen und seine Sensibilität für Schuld, Entscheidung und Staatsräson prägten dieses Werk. In Jenatsch fand er eine Figur, an der sich die Spannungen zwischen persönlicher Leidenschaft, politischer Notwendigkeit und moralischer Verantwortung exemplarisch darstellen ließen. Empfohlen sei dieses Buch allen Lesern, die historische Romane nicht als bloße Kostümierung, sondern als Erkenntnisform schätzen. Jürg Jenatsch bietet präzise Geschichtskunst, dramatische Spannung und eine bis heute beunruhigende Frage: Welchen Preis verlangt politische Freiheit?
Weitere Details
Erschienen: 01.12.2023
Umfang: 144 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.8 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788028346027
Umbreit-Nr.: 2778597
