Sisyphus - Gegen den Mädchenhandel
Sozialkritische Anklage gegen Menschenhandel, Zwangsprostitution und patriarchale Ausbeutung
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Zusatztext
Bertha Pappenheims Sisyphus - Gegen den Mädchenhandel verbindet sozialkritische Anklage, dokumentarische Präzision und moralische Dringlichkeit. Im Zentrum steht der Kampf gegen den internationalen Handel mit jungen Frauen, den Pappenheim nicht als Randphänomen, sondern als Symptom sozialer, ökonomischer und geschlechtlicher Machtverhältnisse deutet. Der Titel verweist auf die scheinbar endlose Mühe der Reformarbeit; stilistisch bewegt sich der Text zwischen engagierter Publizistik, feministischer Intervention und jüdisch-sozialethischer Zeitdiagnose. Pappenheim, 1859 in Wien geboren und später in Frankfurt am Main tätig, war eine der bedeutendsten jüdischen Sozialreformerinnen ihrer Zeit. Als Gründerin des Jüdischen Frauenbundes verband sie praktische Fürsorge, politische Organisation und publizistische Arbeit. Ihre Erfahrungen in Heimen, auf Reisen nach Osteuropa und in der Auseinandersetzung mit Armut, Auswanderung und patriarchaler Abhängigkeit prägten die Schärfe dieses Buches. Sie schrieb aus unmittelbarer Kenntnis, nicht aus abstrakter Empörung. Dieses Buch empfiehlt sich allen, die die Geschichte des Feminismus, der Sozialarbeit und jüdischer Reformbewegungen verstehen wollen. Pappenheims Text ist unbequem, hellsichtig und bis heute relevant, weil er Menschenhandel als gesellschaftliche Verantwortung begreift und Mitgefühl in entschiedenes Handeln übersetzt.
Weitere Details
Erschienen: 01.12.2023
Umfang: 144 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.8 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788028345846
Umbreit-Nr.: 2780272
