Hypatia von Alexandria
Neuplatonische Philosophie, frühes Christentum und der Kulturkonflikt um geistige Freiheit
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Zusatztext
Fritz Mauthners "Hypatia von Alexandria" gestaltet das Schicksal der neuplatonischen Philosophin als Drama einer untergehenden antiken Welt. Im Mittelpunkt steht nicht bloß der historische Mord an Hypatia im Jahr 415, sondern der Zusammenstoß von Wissenschaft, religiöser Macht und politischer Masse. Mauthners Stil verbindet erzählerische Anschaulichkeit mit essayistischer Reflexion; die spätantike Kulisse wird zum Spiegel moderner Debatten über Aufklärung, Dogma und geistige Freiheit. Mauthner, 1849 in Böhmen geboren und später als Schriftsteller, Kritiker und Sprachphilosoph bekannt, war zeitlebens ein skeptischer Beobachter ideologischer Gewissheiten. Seine Sprachkritik, sein Misstrauen gegenüber metaphysischen Systemen und seine Nähe zu freidenkerischen Positionen erklären die Wahl Hypatias als Zentralfigur. In ihr fand er eine Gestalt, an der sich Vernunft, Bildung und individuelle Würde gegen Fanatismus und institutionelle Gewalt profilieren ließen. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die historische Literatur nicht als bloße Rekonstruktion, sondern als geistige Auseinandersetzung verstehen. Mauthners Hypatia ist zugleich Porträt, Zeitdiagnose und philosophische Erzählung; sie fordert dazu auf, den Preis unabhängigen Denkens zu bedenken. Wer sich für Antike, Religionsgeschichte und die literarische Moderne interessiert, findet hier ein eindringliches, klug komponiertes Werk.
Weitere Details
Erschienen: 01.12.2023
Umfang: 156 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.9 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788028345259
Umbreit-Nr.: 2777613
