Die schwarzen Brüder
Kinderarbeit, Alpenarmut und moralische Bewährung im Tessin und Mailand des 19. Jahrhunderts
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Zusatztext
Heinrich Zschokkes "Die schwarzen Brüder" entfaltet eine spannungsreiche Erzählung über Gemeinschaft, Geheimnis und moralische Bewährung in einer von sozialer Not und institutioneller Härte geprägten Welt. Der Text verbindet abenteuerliche Handlung mit aufklärerischer Tendenz: Hinter den dramatischen Verwicklungen steht stets die Frage nach Gerechtigkeit, Erziehung und menschlicher Würde. Stilistisch zeigt sich Zschokkes klare, wirkungsbewusste Prosa, die volkstümliche Anschaulichkeit mit didaktischer Präzision verbindet und im literarischen Kontext zwischen Spätaufklärung, empfindsamer Moralistik und frührealistischer Gesellschaftsbeobachtung steht. Zschokke, 1771 in Magdeburg geboren und später in der Schweiz als Schriftsteller, Pädagoge, Publizist und Staatsmann wirksam, schrieb aus einer Haltung praktischer Humanität heraus. Seine Biographie ist von politischem Umbruch, republikanischen Reformideen und einem ausgeprägten Interesse an Volksbildung geprägt. Gerade diese Erfahrungen erklären den erzählerischen Impuls des Buches: Literatur soll nicht bloß unterhalten, sondern Urteilskraft schärfen, Mitgefühl wecken und gesellschaftliche Missstände sichtbar machen. Empfohlen sei "Die schwarzen Brüder" allen Leserinnen und Lesern, die historische Prosa nicht als museales Relikt, sondern als lebendige Auseinandersetzung mit sozialen Fragen verstehen. Das Buch bietet Spannung, moralische Tiefe und kulturgeschichtlichen Erkenntniswert zugleich.
Weitere Details
Erschienen: 01.12.2023
Umfang: 316 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 1.7 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788028345044
Umbreit-Nr.: 2780658
