Der kleine Blaue + Der Mann im Monde
Norwegische Kriminalminiaturen aus Kristiania zwischen klassischer Ermittlung und psychologischer Spannung
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Zusatztext
In Der kleine Blaue + Der Mann im Monde begegnen zwei kürzere Prosastücke einander wie Varianten derselben literarischen Versuchsanordnung: rätselhafte Beobachtung, urbane Unruhe und psychologische Zuspitzung verdichten sich zu Erzählungen, in denen das scheinbar Nebensächliche kriminalistische Bedeutung gewinnt. Elvestads Stil ist knapp, pointiert und von journalistischer Präzision geprägt; zugleich verrät er ein feines Gespür für Atmosphäre, soziale Masken und die Irritation moderner Wahrnehmung. Im Kontext der frühen skandinavischen Kriminalliteratur stehen diese Texte an der Schwelle zwischen klassischer Detektion, feuilletonistischer Miniatur und psychologischem Spannungstext. Sven Elvestad, auch unter dem Pseudonym Stein Riverton bekannt, zählt zu den prägenden norwegischen Autoren des frühen 20. Jahrhunderts. Seine Tätigkeit als Journalist schärfte seinen Blick für Milieus, Sensationen und die dramatische Ökonomie kurzer Formen. Erfahrungen mit Großstadtleben, Pressewesen und zeitgenössischen Debatten über Schuld, Identität und Vernunft dürften seine Kriminalliteratur nachhaltig geprägt haben. Empfohlen sei dieser Band Leserinnen und Lesern, die die Ursprünge nordischer Spannungsliteratur jenseits bloßer Rätselmechanik erkunden möchten. Die Texte bieten historische Eleganz, erzählerische Konzentration und eine überraschend moderne Aufmerksamkeit für Ambivalenz.
Weitere Details
Erschienen: 01.12.2023
Umfang: 108 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.6 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788028344535
Umbreit-Nr.: 2777612
