Das Feuer
Ein Antikriegsroman aus den Schützengräben der Westfront über Frontsoldaten, Grabenkampf und Kameradschaft
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Zusatztext
Henri Barbusses "Das Feuer" ist einer der frühesten und eindringlichsten Romane des Ersten Weltkriegs. In episodischer Form begleitet er eine französische Infanteriegruppe durch Schlamm, Hunger, Beschuss, Angst und kurze Augenblicke grotesker Kameradschaft. Der Stil verbindet naturalistische Genauigkeit mit dokumentarischer Unmittelbarkeit: Umgangssprache, fragmentierte Szenen und schonungslose Körperlichkeit ersetzen heroische Rhetorik. So steht das Werk im Kontext der modernen Antikriegsliteratur und zerlegt den Mythos vom ruhmreichen Feldzug. Barbusse, 1873 geboren, war bereits ein etablierter Schriftsteller, als er sich 1914 freiwillig meldete. Seine Fronterfahrung als einfacher Soldat, Krankheit und Verwundung prägten die moralische Dringlichkeit des 1916 erschienenen Buches, das den Prix Goncourt erhielt. Aus persönlichem Erleben erwuchs eine politische Erkenntnis: Der Krieg erscheint nicht als Schicksal, sondern als von Menschen gemachte Katastrophe, die Klassen, Nationen und Körper verschlingt. Dieses Buch empfiehlt sich allen Leserinnen und Lesern, die Literatur nicht als Flucht, sondern als Erkenntnisform begreifen. "Das Feuer" ist historisches Zeugnis, ästhetisch kühnes Prosawerk und ethische Anklage zugleich. Wer Remarque, Jünger oder die europäische Moderne verstehen will, sollte bei Barbusse beginnen.
Weitere Details
Erschienen: 01.12.2023
Umfang: 208 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 1.1 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788028344498
Umbreit-Nr.: 2780285
