König Heinrich IV.
Macht, Rebellion und Tavernenwitz im mittelalterlichen England zwischen Prinz Hal, Falstaff und Hotspur
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Zusatztext
König Heinrich IV. entfaltet das zerrissene England nach der Usurpation Richards II. als politisches, moralisches und familiäres Drama. Zwischen Hof, Schlachtfeld und Schenke verfolgt Shakespeare den kranken Herrscher, den aufständischen Hotspur und den scheinbar verlorenen Prinzen Hal. In einer meisterhaften Mischung aus Blankvers, Prosa, Chronik und Komödie verbindet das Stück Staatsräson mit volkstümlicher Vitalität und steht im Zentrum der englischen Historienzyklen. William Shakespeare, um 1564 in Stratford-upon-Avon geboren und als Dramatiker im Londoner Theaterbetrieb gereift, schrieb aus einer Epoche heraus, die Dynastie, Legitimität und nationale Erinnerung leidenschaftlich verhandelte. Die Tudor-Herrschaft hatte ein starkes Interesse an der Deutung der Vergangenheit; zugleich kannte Shakespeare die Bühne als Ort sozialer Vielstimmigkeit. Seine Erfahrung mit Macht, Publikumsgeschmack und rhetorischer Tradition prägte die differenzierte Darstellung von Königtum und Reife. Dieses Buch empfiehlt sich allen Lesern, die historische Literatur nicht als bloße Chronik, sondern als lebendige Untersuchung politischer Verantwortung verstehen. Besonders faszinierend ist die Spannung zwischen Falstaffs anarchischem Witz und Hals werdender Herrschaftsdisziplin. König Heinrich IV. bleibt ein Schlüsselwerk über Macht, Identität und den Preis der Geschichte.
Weitere Details
Erschienen: 01.12.2023
Umfang: 380 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 2.1 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788028344160
Umbreit-Nr.: 2777574
