Herrn Arnes Schatz
Eine historische Novelle aus Bohuslän über Raubmord, Geisterspuk, Liebe, Verrat und Gerechtigkeit im 16. Jahrhundert
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Zusatztext
Selma Lagerlöfs "Herrn Arnes Schatz" ist eine dicht komponierte historische Novelle, angesiedelt im schwedischen Küstenraum des 16. Jahrhunderts. Im Zentrum stehen der Mord an Herrn Arne und seiner Hausgemeinschaft, ein geraubter Schatz sowie die tragische Bindung der überlebenden Elsalill an einen der Täter. Lagerlöf verbindet Balladenhaftes, Legende und psychologischen Realismus; Eis, Meer und Spukerscheinungen werden zu moralischen Zeichen einer Welt, in der Schuld nicht verborgen bleibt. Die 1858 in Värmland geborene Selma Lagerlöf schöpfte aus mündlichen Erzähltraditionen, lutherischer Gewissenskultur und nordischer Sagenüberlieferung. Als Lehrerin und spätere erste Literaturnobelpreisträgerin verband sie pädagogische Klarheit mit künstlerischer Modernität. Ihre wiederkehrenden Themen - Verblendung, Erlösung, soziale Ausgrenzung und die Macht des Erzählens - erklären die suggestive Anlage dieses Buches, das historische Stoffe in existenzielle Fragen verwandelt. Empfohlen sei "Herrn Arnes Schatz" Leserinnen und Lesern, die kurze Prosa von hoher symbolischer Dichte schätzen. Das Werk bietet Spannung ohne bloße Effekthascherei, Tragik ohne Sentimentalität und eine eindringliche Reflexion über Liebe, Verrat und Gerechtigkeit. Es gehört zu den konzentriertesten Beispielen skandinavischer Erzählkunst.
Weitere Details
Erschienen: 01.12.2023
Umfang: 56 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.3 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788028344153
Umbreit-Nr.: 2777911
