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Ende gut, alles gut

Cover von Ende gut, alles gut

Eine dunkle Problemkomödie über Helena, Standesunterschiede, Betttrick und Macht am französischen Hof

Shakespeare, William

Sharp Ink

13.50

(inklusive MwSt.)

Verfügbarkeit: Titel wird für Sie produziert. Vorgemerkt

Zusatztext

Ende gut, alles gut zählt zu Shakespeares sogenannten Problemkomödien und verbindet märchenhafte Handlungsmuster mit einer bemerkenswert nüchternen Analyse sozialer Ordnung. Im Zentrum steht Helena, die Tochter eines verstorbenen Arztes, die den französischen König heilt und als Lohn Bertram, den standesstolzen Grafen von Roussillon, zum Gatten wählen darf. Dessen Flucht, die berühmte Bettstellenszene und die späte Enthüllung erzeugen eine Komödie, deren versöhnlicher Schluss moralisch bewusst ambivalent bleibt. Sprachlich wechseln rhetorische Eleganz, derbe Prosa und juristisch anmutende Beweisführung. William Shakespeare schrieb das Stück vermutlich um 1602 bis 1605, in einer Phase, in der seine Komödien dunkler, skeptischer und psychologisch komplexer wurden. Seine Erfahrung mit höfischen Patronageverhältnissen, städtischem Theaterpublikum und humanistischer Erzähltradition prägt die Gestaltung des Werkes. Die Vorlage aus Boccaccios Decamerone wird von ihm nicht bloß dramatisiert, sondern zu einer Untersuchung von Geschlecht, Rang, Verdienst und Begehren verdichtet. Dieses Stück empfiehlt sich Lesern, die Shakespeare jenseits der heiteren Liebeskomödie entdecken möchten. Es fordert einfache Urteile heraus und belohnt genaue Aufmerksamkeit für Motive, Machtverhältnisse und sprachliche Ironie. Gerade seine Unbequemlichkeit macht Ende gut, alles gut zu einem faszinierenden Text für Studium, Bühne und reflektierte Lektüre.

Weitere Details

Erschienen: 01.12.2023

Umfang: 212 S.

Sprache: Deutsch

Einband: KT

Format: 1.2 x 22.9 x 15.2 cm

ISBN/EAN: 9788028344115

Umbreit-Nr.: 2778912

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