Julius Cäsar
Römische Tragödie um Brutus, Senatsverschwörung, Tyrannenmord und den Sturz der Republik
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Zusatztext
William Shakespeares "Julius Cäsar" gestaltet die politischen und moralischen Erschütterungen der römischen Republik im Augenblick ihres vermeintlichen Rettungsakts: der Ermordung Cäsars. Im Zentrum steht weniger der Titelheld als Brutus, dessen republikanisches Ethos in tragische Selbsttäuschung umschlägt. In gedrängter, rhetorisch hochartifizieller Blankverssprache entfaltet das Drama Macht, Verschwörung, öffentliche Rede und die Unberechenbarkeit kollektiver Stimmung. Es gehört zu Shakespeares römischen Tragödien und verbindet antike Geschichtsschreibung, besonders Plutarch, mit den politischen Fragen der elisabethanischen Gegenwart. Shakespeare, 1564 in Stratford-upon-Avon geboren und als Dramatiker der Londoner Theaterwelt gereift, schrieb in einer Zeit dynastischer Unsicherheit, religiöser Spannungen und intensiver Debatten über Herrschaftslegitimität. Seine Beschäftigung mit Cäsar dürfte aus der humanistischen Bildungskultur, der Popularität antiker Stoffe und der Frage erwachsen sein, ob Tyrannenmord Ordnung stiftet oder Chaos hervorbringt. Seine Bühne macht Geschichte zum Labor menschlicher Motive. Dieses Stück empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die politische Tragödie, psychologische Ambivalenz und sprachliche Präzision schätzen. "Julius Cäsar" ist kein bloßes Historienstück, sondern eine zeitlose Untersuchung von Gewissen, Manipulation und Machtwechsel.
Weitere Details
Erschienen: 01.12.2023
Umfang: 188 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 1 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788028343415
Umbreit-Nr.: 2778652
