Ein weiblicher Detektiv
Viktorianischer Krimi um Indizienlogik, Londoner Unterwelt und eine Ermittlerin zwischen Gericht und Gesellschaft
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Zusatztext
Ein weiblicher Detektiv stellt eine frühe und bemerkenswerte Variante der Detektivliteratur vor: die ermittelnde Frau, deren Beobachtungsgabe, soziale Beweglichkeit und psychologisches Feingefühl traditionelle männliche Ermittlungsmodelle herausfordern. In episodisch spannungsreicher Prosa verbindet Bodkin kriminalistische Rätsel, pointierte Dialoge und spätviktorianische Gesellschaftsbeobachtung. Das Buch steht im Kontext jener populären Detektivgeschichten, die nach Sherlock Holmes neue Figuren, Methoden und Milieus erprobten, und macht weibliche Intelligenz selbst zum literarischen Ereignis. Mathias McDonnell Bodkin, irischer Jurist, Journalist, Politiker und produktiver Schriftsteller, brachte in seine Kriminalerzählungen eine genaue Kenntnis von Recht, Pressewesen und öffentlicher Moral ein. Seine berufliche Nähe zu Gerichtssälen, politischen Konflikten und urbanen Sensationen erklärt die Präzision, mit der er Verdacht, Beweisführung und gesellschaftliche Masken gestaltet. Gerade diese Erfahrungen dürften ihn befähigt haben, eine Detektivfigur zu entwerfen, die zwischen Konvention und Emanzipation souverän agiert. Empfohlen sei dieses Buch allen Leserinnen und Lesern, die klassische Kriminalliteratur nicht nur als Unterhaltung, sondern als Spiegel sozialer Ordnungen verstehen möchten. Ein weiblicher Detektiv bietet Spannung, historische Atmosphäre und literarische Relevanz zugleich: eine lohnende Wiederentdeckung für Freunde früher Detektivfiktion, Gendergeschichte und eleganter kriminalistischer Konstruktion.
Weitere Details
Erschienen: 01.12.2023
Umfang: 92 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.5 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788028343323
Umbreit-Nr.: 2780547
