Schulmeisters Marie
Eine Liebesgeschichte um Standesunterschiede, Familienkonflikt und weibliche Bewährung im deutschen Dorf des 19. Jahrhunderts
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Zusatztext
Schulmeisters Marie entfaltet im überschaubaren Raum der bürgerlich-dörflichen Welt eine Geschichte weiblicher Bewährung, familiärer Bindung und sozialer Anerkennung. Marlitt verbindet empfindsame Spannung mit realistischen Milieuskizzen: das Schulhaus, die Ordnung der kleinen Gemeinde und die stillen Hierarchien des 19. Jahrhunderts werden zum Schauplatz moralischer Prüfung. Ihr Stil ist klar, dialognah und erzählerisch wirkungsvoll; er steht im Kontext des deutschsprachigen Familien- und Gesellschaftsromans, wie ihn die Gartenlaube einem breiten Lesepublikum vermittelte. Eugenie Marlitt, geboren als Friederieke Henriette Christiane Eugenie John, kannte die Zwänge weiblicher Bildung und ökonomischer Abhängigkeit aus eigener Erfahrung. Nach musikalischer Ausbildung und Tätigkeit am Hof fand sie im Erzählen eine Form, soziale Beobachtung, protestantisch geprägte Ethik und weibliche Selbstbehauptung zu verbinden. Diese Voraussetzungen erklären die besondere Aufmerksamkeit, mit der sie Figuren wie Marie Würde, Handlungsfähigkeit und innere Festigkeit verleiht. Empfohlen sei Schulmeisters Marie allen Leserinnen und Lesern, die die populäre Erzählliteratur des Kaiserreichs nicht als bloße Unterhaltung, sondern als sensibles Archiv bürgerlicher Werte lesen möchten. Das Buch bietet zugängliche Spannung, historische Anschaulichkeit und eine bemerkenswert beharrliche Vorstellung davon, dass Charakter gesellschaftliche Schranken überwinden kann.
Weitere Details
Erschienen: 01.12.2023
Umfang: 40 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.3 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788028343293
Umbreit-Nr.: 2780261
