Tolstoi: Erzählungen
Moralische Parabeln über Schuld, Glauben und Gewissen im zaristischen Russland
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Zusatztext
Tolstoi: Erzählungen versammelt Prosastücke, in denen die großen Fragen seines Werks in konzentrierter Form erscheinen: Schuld und Vergebung, soziale Ungleichheit, Krieg, Glauben, Tod und die Möglichkeit moralischer Erneuerung. Tolstois Stil verbindet psychologische Präzision mit scheinbarer Einfachheit; alltägliche Szenen öffnen sich zu existenziellen Prüfungen. Im Kontext des russischen Realismus stehen diese Erzählungen zwischen epischer Weltbeobachtung und geistlicher Selbstbefragung. Leo Tolstoi, 1828 in Jasnaja Poljana geboren, war Aristokrat, Soldat, Gutsbesitzer, Pädagoge und religiöser Denker. Seine Erfahrungen im Kaukasus und im Krimkrieg, seine Nähe zur bäuerlichen Lebenswelt sowie seine spätere radikale Kritik an Kirche, Staat und Besitz prägten sein Erzählen. Gerade die kürzere Form erlaubte ihm, moralische Konflikte ohne ornamentale Ablenkung sichtbar zu machen. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die Tolstoi jenseits der monumentalen Romane entdecken oder neu verstehen möchten. Die Erzählungen bieten einen zugänglichen, zugleich anspruchsvollen Zugang zu einem Autor, dessen Fragen nach Gewissen, Wahrheit und menschlicher Verantwortung bis heute unverbraucht wirken.
Weitere Details
Erschienen: 01.12.2023
Umfang: 360 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 2 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788028342876
Umbreit-Nr.: 2777894
