Der Rhein
Eine romantische Sagenreise durch Burgen, Loreley, Nibelungen und Weinlandschaften des 19. Jahrhunderts
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Zusatztext
Karl Simrocks "Der Rhein" entfaltet den Strom nicht bloß als geographische Wirklichkeit, sondern als dichterisch verdichteten Erinnerungsraum deutscher Geschichte, Sage und Landschaftserfahrung. In gelehrter, zugleich liedhafter Sprache verbindet das Werk topographische Beobachtung mit romantischer Geschichtsdeutung: Burgen, Städte, Felsen und Ufer werden zu Trägern kultureller Überlieferung. Simrocks Stil ist anschaulich, klangbewusst und von philologischer Genauigkeit getragen; er steht im Kontext der Rheinromantik des 19. Jahrhunderts, die Natur, Nation und mittelalterliche Legende eng miteinander verschränkte. Simrock, 1802 in Bonn geboren, war Dichter, Übersetzer und einer der bedeutenden Vermittler älterer deutscher Literatur. Seine Übertragungen des "Nibelungenliedes" und seine Beschäftigung mit Volkslied, Mythos und mittelalterlicher Dichtung prägten seine Sicht auf den Rhein als geschichtsgesättigte Kulturlandschaft. Die Nähe seiner Heimatstadt zum Fluss, seine akademische Bildung und sein Interesse an nationaler Erinnerung erklären die innere Notwendigkeit dieses Buches. Empfohlen sei "Der Rhein" allen Lesern, die literarische Landschaftsdarstellung nicht als bloße Beschreibung, sondern als Deutung kultureller Identität verstehen möchten. Das Buch eröffnet einen kenntnisreichen Zugang zu einem Fluss, der bei Simrock zum poetischen Archiv Europas wird.
Weitere Details
Erschienen: 30.11.2023
Umfang: 400 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 2.2 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788028342579
Umbreit-Nr.: 2777757
