Taten des großen Alexander
Aufbruch, Eroberung und Vergänglichkeit in antiker Heldensage und russisch-modernistischer Prosa
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Zusatztext
Taten des großen Alexander entfaltet die Laufbahn Alexanders von Makedonien als Abfolge exemplarischer Episoden: Aufbruch, Eroberung, Begegnung mit fremden Völkern, Ruhm und Vergänglichkeit. Kusmin behandelt den antiken Stoff nicht als bloße Chronik, sondern als kunstvolle Wiederaufnahme der Alexandertradition, in der historische Überlieferung, Legende und moralische Betrachtung ineinandergreifen. Sein Stil verbindet klare erzählerische Linien mit einer bewusst archaisierenden, eleganten Prosa und steht im Kontext des russischen Silbernen Zeitalters, das die Antike als Spiegel moderner ästhetischer Fragen neu entdeckte. Michail Alexejewitsch Kusmin, Dichter, Prosaschriftsteller, Übersetzer und Komponist, war eine der eigenwilligsten Stimmen der russischen Moderne. Seine Bildung, seine musikalische Sensibilität und seine lebenslange Hinwendung zu hellenistischen, byzantinischen und westeuropäischen Formen prägten sein Schreiben. Gerade sein Interesse an Masken, historischen Rollen und der Spannung zwischen sinnlicher Schönheit und geistiger Ordnung erklärt, weshalb die Gestalt Alexanders ihn anziehen musste. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die antike Geschichte nicht nur als Faktenbestand, sondern als literarisch geformtes Erinnerungsbild verstehen möchten. Es bietet eine konzentrierte, stilbewusste Annäherung an Alexander und zugleich einen Zugang zu Kusmins klassizistischer Poetik: gelehrt, anschaulich und von stiller ästhetischer Autorität.
Weitere Details
Erschienen: 24.05.2023
Umfang: 40 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.3 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788027381524
Umbreit-Nr.: 9697751
