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Maria Schweidler, die Bernsteinhexe

Cover von Maria Schweidler, die Bernsteinhexe

Hexenwahn und protestantische Frömmigkeit im Dreißigjährigen Krieg auf Usedom

Meinhold, Wilhelm

e-artnow

10.70

(inklusive MwSt.)

Verfügbarkeit: Titel wird für Sie produziert. Vorgemerkt

Zusatztext

Wilhelm Meinholds "Maria Schweidler, die Bernsteinhexe" entfaltet in der Gestalt einer angeblich aufgefundenen Chronik ein düsteres Panorama des Dreißigjährigen Krieges auf Usedom. Im Mittelpunkt steht die Pfarrerstochter Maria, deren Schönheit, Frömmigkeit und rätselhafter Bernsteinfund sie dem Neid der Dorfgemeinschaft und der Logik des Hexenwahns ausliefern. Der altertümelnde, dokumentarisch maskierte Stil verbindet romantische Schauermotive mit historischer Milieugenauigkeit und macht den Text zu einem bemerkenswerten Beispiel des historischen Romans im 19. Jahrhundert. Meinhold, 1797 in Pommern geboren und selbst evangelischer Geistlicher, kannte die Landschaft, Sprache und kirchlichen Überlieferungen seiner Heimat aus unmittelbarer Anschauung. Seine antiquarischen Interessen, seine theologische Bildung und sein Sinn für volkstümliche Legenden prägten die Erzählung entscheidend. Indem er den Ton einer alten Handschrift nachahmte, erforschte er nicht nur Vergangenheit, sondern auch die Macht religiöser Deutungssysteme und sozialer Verdächtigung. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die historische Fiktion nicht bloß als Kostümstück, sondern als präzise Untersuchung von Angst, Glauben und gesellschaftlicher Gewalt begreifen. "Maria Schweidler" besticht durch atmosphärische Dichte, philologische Kunstfertigkeit und eine bis heute beunruhigende Aktualität.

Weitere Details

Erschienen: 22.05.2023

Umfang: 116 S.

Sprache: Deutsch

Einband: KT

Format: 0.7 x 22.9 x 15.2 cm

ISBN/EAN: 9788027376834

Umbreit-Nr.: 9697609

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