Frau Berta Garlan
Psychologische Novelle der Wiener Moderne über weibliches Begehren, verlorene Liebe und bürgerliche Konvention
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Zusatztext
Frau Berta Garlan entfaltet die Geschichte einer jungen Witwe, die in der Enge einer österreichischen Kleinstadt zwischen Mutterpflicht, gesellschaftlicher Konvention und unerfüllter Sehnsucht lebt. Eine Reise nach Wien und die Begegnung mit dem einst verehrten Musiker Emil Lindbach öffnen ihr den Raum einer verspäteten Leidenschaft, deren Ernüchterung Schnitzler mit feiner psychologischer Präzision gestaltet. Die Novelle steht im Kontext der Wiener Moderne: knapp, analytisch, atmosphärisch dicht, mit einem untrüglichen Gespür für innere Monologe, soziale Masken und die fragile Selbsttäuschung des bürgerlichen Subjekts. Arthur Schnitzler, Arzt, Dramatiker und Erzähler, war einer der schärfsten Beobachter der habsburgischen Gesellschaft um 1900. Seine medizinische Ausbildung, seine Nähe zu zeitgenössischen Debatten über Nervosität, Sexualität und das Unbewusste sowie seine Vertrautheit mit dem Wiener Musik- und Theatermilieu prägen diese Erzählung. In Bertas Erfahrung spiegelt sich Schnitzlers wiederkehrendes Interesse an weiblichem Begehren, moralischer Doppeldeutigkeit und den stillen Gewaltformen gesellschaftlicher Erwartung. Empfohlen sei dieses Buch allen Leserinnen und Lesern, die psychologisch genaue Prosa schätzen. Frau Berta Garlan ist ein leises, doch schonungsloses Werk über Erinnerung, Illusion und die Kosten eines ungelebten Lebens.
Weitere Details
Erschienen: 19.02.2023
Umfang: 32 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.2 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788027373918
Umbreit-Nr.: 8711058
