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Ein Menschenleben

Cover von Ein Menschenleben

Normannischer Landadel, Eheillusion und Desillusionierung im französischen Realismus des 19. Jahrhunderts

Maupassant, Guy de

e-artnow

11.50

(inklusive MwSt.)

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Zusatztext

Ein Menschenleben, 1883 erschienen, entfaltet die Lebensgeschichte der normannischen Adeligen Jeanne Le Perthuis des Vauds als nüchterne Chronik enttäuschter Erwartungen. Maupassant verbindet die präzise Beobachtung des Realismus mit einer naturalistischen Sensibilität für Milieu, Erziehung und soziale Konvention. Ehe, Mutterschaft, Besitz und Frömmigkeit erscheinen nicht als sichere Ordnungen, sondern als Kräfte, die ein weibliches Dasein langsam formen und beschädigen. In der scheinbar schlichten Prosa liegt eine scharfe Analyse bürgerlich-aristokratischer Illusionen. Guy de Maupassant, 1850 in der Normandie geboren, kannte Landschaft, Provinzadel und gesellschaftliche Rituale, die diesen Roman prägen, aus nächster Nähe. Als Schüler und literarischer Erbe Flauberts lernte er die Kunst der genauen, unpathetischen Darstellung; zugleich schärften Kriegserfahrung, journalistische Arbeit und sein Blick für menschliche Selbsttäuschung seine Skepsis gegenüber moralischen Gewissheiten. Ein Menschenleben wirkt daher wie die reife Ausformung seiner Erfahrungen mit Herkunft, Geschlecht und sozialem Zwang. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die große Literatur nicht in dramatischer Überhöhung, sondern in der unerbittlichen Genauigkeit des Alltäglichen suchen. Maupassants Roman ist ein leises, doch erschütterndes Meisterwerk über Hoffnung, Desillusionierung und die Würde des Weiterlebens.

Weitere Details

Erschienen: 19.02.2023

Umfang: 140 S.

Sprache: Deutsch

Einband: KT

Format: 0.8 x 22.9 x 15.2 cm

ISBN/EAN: 9788027373741

Umbreit-Nr.: 8711174

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