Laubstreu
Impressionistische Natur- und Seelenlandschaften der Jahrhundertwende voller Melancholie, Erinnerung und vergänglicher Schönheit
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Zusatztext
Laubstreu ist ein feinsinnig komponiertes Werk, dessen Titel bereits das poetische Verfahren andeutet: Aus scheinbar beiläufigen Beobachtungen, Erinnerungsresten und Naturbildern entsteht ein vielschichtiges Geflecht von Vergänglichkeit, Innerlichkeit und Weltdeutung. Forbes-Mosse schreibt in einem lyrisch geschulten, impressionistisch nuancierten Stil, der die leisen Übergänge zwischen Landschaft, Stimmung und Bewusstsein ernst nimmt. Im literarischen Kontext der Jahrhundertwende steht das Buch nahe bei jener deutschsprachigen Prosa, die das Kleine, Flüchtige und Atmosphärische als Träger existenzieller Erkenntnis begreift. Irene Flemming Forbes-Mosse gehörte zu den Autorinnen, deren Werk aus einer gebildeten, kosmopolitischen Erfahrung heraus entstand. Ihre Herkunft, ihre gesellschaftlichen Verbindungen und ihr Leben zwischen unterschiedlichen kulturellen Räumen schärften den Blick für Entwurzelung, Erinnerung und die subtilen Spannungen zwischen äußerer Form und innerem Erleben. Gerade diese Sensibilität dürfte Laubstreu geprägt haben: als literarische Sammlung dessen, was am Rand liegt und dennoch Bedeutung bewahrt. Empfohlen sei Laubstreu Leserinnen und Lesern, die eine stille, kunstvoll reflektierende Prosa schätzen. Das Buch belohnt langsame Lektüre und eröffnet einen eleganten Zugang zu einer oft übersehenen weiblichen Stimme der literarischen Moderne.
Weitere Details
Erschienen: 19.02.2023
Umfang: 76 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.4 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788027372232
Umbreit-Nr.: 8838424
