Zenobi
Ein psychologischer Roman der deutsch-jüdischen Moderne über Identität, religiösen Konflikt und moderne Entwurzelung
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Zusatztext
Efraim Frischs "Zenobi" entfaltet die Geschichte einer suchenden Gestalt, deren Lebensweg zwischen religiöser Herkunft, intellektueller Selbstprüfung und der Erfahrung moderner Entwurzelung verläuft. Der Roman verbindet psychologische Erzählkunst mit essayistischer Reflexion; seine Sprache ist präzise, zurückhaltend und von symbolischer Verdichtung geprägt. Im literarischen Kontext der deutsch-jüdischen Moderne steht das Werk neben Texten, die Identität nicht als Besitz, sondern als konfliktreichen Prozess darstellen. Frisch, 1873 im galizischen Stryj geboren, kannte die Spannungen zwischen ostjüdischer Tradition, habsburgischer Vielsprachigkeit und deutscher Bildungskultur aus eigener Anschauung. Als Schriftsteller, Kritiker und Herausgeber der Zeitschrift "Der Neue Merkur" bewegte er sich im Zentrum des literarischen Lebens seiner Zeit. Diese biographische Zwischenstellung erklärt die besondere Sensibilität, mit der "Zenobi" Fragen von Zugehörigkeit, geistiger Freiheit und historischer Belastung gestaltet. Empfohlen sei dieses Buch allen Lesern, die einen anspruchsvollen, leisen und gedanklich reichen Roman suchen. "Zenobi" belohnt keine flüchtige Lektüre, sondern eine aufmerksame Annäherung an seine Zwischentöne. Gerade darin liegt seine bleibende Stärke.
Weitere Details
Erschienen: 17.12.2022
Umfang: 84 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.5 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788027358724
Umbreit-Nr.: 7970378
