Frau Mimis Vergangenheit (Kriminalroman)
Berliner Krimi um verdeckte Identitäten, Gesellschaftsskandal und psychologische Spannung
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Zusatztext
In "Frau Mimis Vergangenheit" verbindet Edmund Edel den Kriminalroman mit der Sitten- und Gesellschaftsstudie der wilhelminischen Großstadt. Im Zentrum steht eine Frau, deren frühere Verstrickungen, verschleierte Identitäten und soziale Masken zum Motor der Handlung werden. Die Spannung entsteht weniger aus äußerer Effekthascherei als aus Beobachtungsgabe, Dialogwitz und dem schrittweisen Freilegen bürgerlicher Doppelmoral. Damit steht der Roman im Kontext jener frühen deutschsprachigen Kriminalliteratur, die Detektion, Milieuschilderung und psychologische Neugier eng miteinander verschränkt. Edmund Edel, 1863 in Stolp geboren und 1934 in Berlin gestorben, war Schriftsteller, Zeichner, Karikaturist und Regisseur; seine vielfältige Tätigkeit schärfte den Blick für Gesten, Rollen und urbane Oberflächen. Als genauer Kenner des Berliner Lebens, der Presse- und Unterhaltungskultur konnte er soziale Typen ebenso präzise erfassen wie die Mechanismen von Skandal, Gerücht und öffentlicher Reputation. Diese Erfahrungen scheinen in die Figur der Mimi und in die kriminalistische Dramaturgie des Romans eingeflossen zu sein. Empfohlen sei dieses Buch allen Leserinnen und Lesern, die historische Kriminalliteratur nicht nur als Rätselspiel, sondern als kulturgeschichtliches Dokument verstehen möchten. Edels Roman bietet Spannung, Ironie und ein aufschlussreiches Porträt einer Gesellschaft, in der Vergangenheit niemals vergangen ist.
Weitere Details
Erschienen: 16.12.2022
Umfang: 68 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.4 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788027356881
Umbreit-Nr.: 7967379
