Der rote Planet (Dystopie-Klassiker)
Eine Marsutopie über Revolution, kosmischen Sozialismus und die Grenzen gesellschaftlicher Planung
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Zusatztext
Alexander A. Bogdanows Der rote Planet entwirft in der Form einer frühen sozialistischen Science-Fiction die Reise des Revolutionärs Leonid zum Mars, wo eine hochentwickelte kommunistische Gesellschaft ihre technischen, ökonomischen und moralischen Grundlagen offenbart. Der Roman verbindet Abenteuerhandlung, politisches Gedankenexperiment und nüchterne Zukunftsprognose; sein Stil ist didaktisch, klar und von wissenschaftlicher Neugier geprägt. Im literarischen Kontext der russischen Moderne steht das Werk zwischen utopischer Tradition, Revolutionsroman und technischer Spekulation, zugleich aber auch an der Schwelle zur Dystopie, weil es die Kosten gesellschaftlicher Planung nicht verschweigt. Bogdanow, Arzt, Ökonom, Philosoph und zeitweiliger Mitstreiter Lenins, schrieb aus unmittelbarer Nähe zur russischen revolutionären Bewegung. Seine Interessen an Organisationstheorie, Kollektivismus, Arbeitsteilung und später auch an Bluttransfusionen prägen die imaginative Logik des Buches. Der Mars wird bei ihm weniger zur exotischen Kulisse als zum Labor, in dem politische Ideale, wissenschaftlicher Fortschritt und menschliche Begrenztheit geprüft werden. Empfohlen sei dieser Klassiker allen Leserinnen und Lesern, die Science-Fiction nicht nur als Unterhaltung, sondern als Instrument gesellschaftlicher Erkenntnis verstehen. Der rote Planet bleibt ein faszinierendes Dokument politischer Hoffnung und kritischer Voraussicht.
Weitere Details
Erschienen: 16.12.2022
Umfang: 104 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.6 x 22.9 x 15.2 cm
Lesealter: Lesealter: 0-12 J.
ISBN/EAN: 9788027356652
Umbreit-Nr.: 7967576
