Erziehung zur Emanzipation bei Jacques Rancière
Eine Methode zum Umgang mit Unterschieden zwischen Individuen?
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Zusatztext
Eine Erziehung zur Emanzipation geht von der Annahme aus, dass jeder Mensch in der Lage ist, Wissen aufzubauen, ohne dass ein Herrschaftsverhältnis desjenigen, der weiß, über denjenigen, der lernen muss, besteht. Deshalb ist es ein Problem für alle Gesellschaften, unabhängig von Ort und Zeit, über die Bedingungen und Möglichkeiten ihrer Verwirklichung nachzudenken. Damit Bildung in ihren verschiedenen Schattierungen (formal, non-formal und informell) emanzipieren kann, d.h. autonome Subjekte im Denken, Sprechen und Handeln aufbauen und gleichzeitig die Unterschiede der Individuen verwalten kann, wie J. Rancière vorschlägt, ist es notwendig, dass sie: erstens eine horizontale Bildung ist, in der sowohl Bürger als auch Erzieher und Lernende sich gegenseitig als gleichwertige Subjekte anerkennen können; und zweitens durch die Methode der permanenten Selbstkonstruktion praktiziert wird. Diese Methode erlaubt einerseits jedem Individuum, in seinem täglichen Leben immer besser zu werden, sowohl in der Persönlichkeit als auch in den Kenntnissen und Fähigkeiten, und andererseits erzeugt sie die Unterschiede zwischen den Individuen in derselben Gesellschaft, die durch den Glauben an ihre Ungleichheit gerechtfertigt sind.
Autorenportrait
Alfredo Chafunha Ramijo hat einen Abschluss in Philosophie-Lehramt an der Pädagogischen Universität von Mosambik, einen Master in Erziehungswissenschaften/ Philosophie-Lehramt und einen Doktortitel in Philosophie an der Pädagogischen Universität von Maputo. Derzeit ist er Universitätsdozent an der UP Maputo.
Weitere Details
Erschienen: 10.12.2021
Umfang: 304 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 1.9 x 22 x 15 cm
ISBN/EAN: 9786204333342
Umbreit-Nr.: 3177591
